Gewerbegebiet Hockensberg

21.03.2017 neuster Beitrag zum Gewerbegebiet in der Wildeshauser Zeitung. Die Grünen in Dötlingen fordern einen nachhaltigen  Umgang mit den Grundstücken. Hier zum Artikel: Ausschnitt_Seite_2_5755.0

Hockensberg – Die Grünen unterstützen ein Gewerbe- und Industriegebiet in Hockensberg. Gleichzeitig fordern die Ratsfraktionen von Dötlingen, Prinzhöfte und Wildeshausen in einer gemeinsamen Pressemitteilung ein umweltverträgliches Musterprojekt. „Generell ist der fortschreitende Flächenverbrauch durch die Wirtschaft ein großes Umweltproblem, das dringend eingedämmt werden muss“, erläutert Klaus Schultze stellvertretend für die drei Ratsfraktionen. „Der einzig noch gangbare Weg sind interkommunale Gewerbegebiete, die realistisch bedarfsgerecht entwickelt werden und wo die unheilvolle Flächenkonkurrenz unter den Kommunen vermieden wird.“ Daher sei die Planung, das Industriegebiet Wildeshausen-West parallel zu entwickeln unsinnig und führe letzten Endes nur „zum Verramschen wertvoller Flächen“, so der Wildeshauser Ratsherr weiter.

Für Hockensberg fordern die Grünen „die ökologische Optimierung des Unvermeidbaren“. Sinnvoll wäre beispielsweise die Nutzung des in der unmittelbaren Umgebung erzeugten regenerativen Stroms und der Abwärme von Biogasanlagen, konkretisiert die Prinzhöfter Ratsfrau Regina Huntemann die Vorstellungen der Partei. „Eine eigene Kläranlage in dem geplanten Gebiet und die Verwendung moderner Baustoffe zur Reduzierung der Flächenversiegelung sind weitere Möglichkeiten, das Projekt umweltverträglich zu entwickeln“, ergänzt Ratsherr Uwe Bock von den Piraten, die in Wildeshausen mit den Grünen eine Gruppe bilden.

„Sehr wichtig ist uns aber auch die frühzeitige Einbeziehung der Anwohner bei der Detailplanung, um beispielsweise unnötige Verkehrsbelastungen zu vermeiden“, fordert der Dötlinger Ratsherr Dirk Orth. „Denn konsequent nachhaltige Entwicklung umfasst auch soziale Aspekte, indem die Belange des Bürgers berücksichtigt werden und er an den Entscheidungen beteiligt wird.“ Dass die nachhaltige Entwicklung keine Utopie sei, die hohe Kosten verursacht, habe der Vortrag der Expertin Veronika Wolf gezeigt, die im vergangenen Jahr auf Einladung der Dötlinger Grünen zu diesem Thema referiert hat. „Entscheidend ist, ein in diesen Fragen kompetentes Planungsbüro zu beauftragen“, betont die Dötlinger Fraktionsvorsitzende Gabriele Roggenthien.

Schließlich komme es auch auf eine umsichtige Vermarktung und Vergabe der Flächen an: „Keinesfalls akzeptieren wir die Ansiedlung von Betrieben der Fleischindustrie“, sind sich alle grünen Ratsmitglieder einig.

Antrag: Feinstaubmessung in Wildeshausen

Feinstaubmessung

Hier der Antrag von unserem Ratsherren Klaus Schulze:

Der Rat der Stadt Wildeshausen möge beschließen:

Der Rat der Stadt Wildeshausen beauftragt die Stadtverwaltung, an    mindestens zwei verkehrsreichen Plätzen in der Stadt (Westertor  und Lefferskurve)  Meßstellen für Feinstaubbelastung einzurichten und die Meßwerte         laufend  auf der städtischen Website zu veröffentlichen.

Begründung:

Feinstäube sind stark gesundheitsgefährdende Luftschadstoffe, die  wesentlich vom motorisierten Verkehr emittiert werden. Bis vor kurzer Zeit hielten Experten dies für ein Problem der verkehrs- und industriereichen Ballungszentren. Neuere Studien haben auch im ländlichen und kleinstädtischen Raum an problematischen Stellen bedenkliche Werte  aufgedeckt.

Laufend erhobene Meßwerte können Hinweise für verkehrsberuhigende und –lenkende Maßnahmen liefern.

Als Luftkurort sollte Wildeshausen in dieser wichtigen Frage mit
gutem  Beispiel vorangehen und für Transparenz sorgen. Die Bürger 
haben ein  Anrecht auf Kontrolle und Aufklärung über 
gesundheitsgefährdende Risiken.

In jüngster Vergangenheit wurden technisch sehr einfache und daher 
kosten-günstige, webbasierte Meßverfahren entwickelt (z.B. vom OK Lab 
Stuttgart,www.luftdaten.info), so dass der Aufwand für diese 
Maßnahme gering zu veranschlagen ist.